Kununu Bewertung löschen: Anleitung für Arbeitgeber

Eine einzige negative Kununu-Bewertung kann Ihr Employer Branding empfindlich treffen. Potenzielle Bewerber informieren sich heute fast ausnahmslos online, bevor sie sich auf eine Stelle bewerben — und Kununu ist dabei die erste Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum. Doch was tun, wenn Bewertungen unfair, unwahr oder sogar rechtswidrig sind? In dieser Anleitung erfahren Sie als Arbeitgeber Schritt für Schritt, wie Sie eine Kununu Bewertung löschen lassen können, welche rechtlichen Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen und wie Sie Ihr Unternehmensprofil langfristig schützen.

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Was ist Kununu und warum sind Bewertungen wichtig?

Kununu ist das größte Arbeitgeber-Bewertungsportal im DACH-Raum und gehört zur New Work SE (ehemals XING). Mit über fünf Millionen Bewertungen zu mehr als einer Million Unternehmen hat sich die Plattform als zentrale Informationsquelle für Arbeitnehmer etabliert. Wer sich auf eine Stelle bewirbt, liest in den allermeisten Fällen vorher die Kununu-Bewertungen des potenziellen Arbeitgebers.

Für Unternehmen bedeutet das: Der Kununu-Score beeinflusst unmittelbar, ob sich qualifizierte Fachkräfte bewerben oder nicht. Studien zeigen, dass Unternehmen mit einem Kununu-Score unter 3,0 Sternen deutlich weniger Bewerbungen erhalten. Eine negative Bewertung kann daher nicht nur das Image beschädigen, sondern konkret zu Umsatzeinbussen durch unbesetzte Stellen führen.

Gleichzeitig gilt: Nicht jede negative Bewertung ist automatisch rechtswidrig. Arbeitnehmer haben grundsätzlich das Recht, ihren Arbeitgeber öffentlich zu bewerten — auch kritisch. Problematisch wird es erst, wenn bestimmte Grenzen überschritten werden.

Wann ist eine Kununu-Bewertung rechtswidrig?

Bevor Sie eine Kununu Bewertung löschen lassen können, müssen Sie prüfen, ob tatsächlich ein Rechtsverstoß vorliegt. Die folgenden Fälle sind nach deutschem Recht grundsätzlich nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt:

Falsche Tatsachenbehauptungen

Tatsachenbehauptungen sind Aussagen, deren Wahrheitsgehalt überprüfbar ist. Schreibt ein Bewerter beispielsweise „Das Gehalt wurde drei Monate nicht gezahlt“, obwohl dies nachweislich unwahr ist, handelt es sich um eine falsche Tatsachenbehauptung. Solche Aussagen sind nicht durch die Meinungsfreiheit geschützt und können zur Löschung führen.

Wichtig ist die Abgrenzung: Die Aussage „Ich fand das Gehalt zu niedrig“ ist hingegen eine zulässige Meinungsäußerung, denn sie gibt eine subjektive Einschätzung wieder.

Bewertungen von Nicht-Mitarbeitern

Kununu setzt voraus, dass nur Personen bewerten, die tatsächlich in einem Arbeitsverhältnis mit dem Unternehmen standen oder stehen — einschliesslich Praktikanten, Auszubildende und Bewerber. Wenn Sie den begründeten Verdacht haben, dass eine Bewertung von einer Person stammt, die nie für Ihr Unternehmen tätig war, können Sie dies bei Kununu melden. In diesem Fall muss der Bewerter gegenüber Kununu nachweisen, dass ein Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Schmähkritik und Beleidigungen

Reine Schmähkritik liegt vor, wenn nicht mehr die sachliche Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber im Vordergrund steht, sondern die Diffamierung einer Person. Aussagen wie „Der Geschäftsführer ist ein Verbrecher“ oder ähnliche pauschale Herabwürdigungen überschreiten die Grenze der zulässigen Meinungsäußerung. Lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen Artikel darüber, was genau Schmähkritik ist und wo die rechtlichen Grenzen verlaufen.

Verletzung von Betriebsgeheimnissen

Wenn ein Bewerter in seiner Kununu-Bewertung vertrauliche Unternehmensinformationen preisgibt — etwa konkrete Umsatzzahlen, interne Strategien oder geschützte Geschäftsprozesse — kann dies einen Verstoß gegen das Geschäftsgeheimnisgesetz (GeschGehG) darstellen. Solche Bewertungen können Sie ebenfalls zur Löschung melden.

[alertbox note]Tipp: Dokumentieren Sie bereits beim Lesen einer problematischen Bewertung genau, welche konkreten Aussagen Sie für rechtswidrig halten und warum. Screenshots mit Datum sind dabei unverzichtbar.[/alertbox]

Kununu Bewertung löschen — Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn Sie eine rechtswidrige oder unwahre Bewertung auf Kununu identifiziert haben, gehen Sie wie folgt vor:

Schritt 1: Bewertung analysieren und dokumentieren

Bevor Sie aktiv werden, sollten Sie die Bewertung gründlich analysieren:

  • Screenshot anfertigen: Sichern Sie die Bewertung mit einem Screenshot inklusive Datum und URL. Bewertungen können jederzeit geändert oder gelöscht werden.
  • Inhalt prüfen: Unterscheiden Sie genau zwischen Meinungsäußerungen (zulässig) und Tatsachenbehauptungen (überprüfbar). Nur bei falschen Tatsachenbehauptungen, Schmähkritik oder Bewertungen durch Nicht-Mitarbeiter haben Sie realistische Aussichten auf eine Löschung.
  • Beweise sammeln: Wenn Sie eine falsche Tatsachenbehauptung widerlegen wollen, bereiten Sie entsprechende Nachweise vor — beispielsweise Gehaltsabrechnungen, Arbeitsverträge oder interne Protokolle.
  • Mitarbeiterkreis eingrenzen: Prüfen Sie, ob die Bewertung Details enthält, die auf einen bestimmten Zeitraum oder eine bestimmte Abteilung hindeuten. Dies kann später bei der Argumentation gegenüber Kununu hilfreich sein.

Schritt 2: Über das Kununu-Arbeitgeberprofil melden

Als Arbeitgeber können Sie Bewertungen direkt über Ihr Kununu-Arbeitgeberprofil melden. Gehen Sie dafür folgendermassen vor:

  • Loggen Sie sich in Ihr Kununu-Arbeitgeberprofil ein.
  • Navigieren Sie zu der betreffenden Bewertung.
  • Klicken Sie auf die Meldefunktion (Flag-Symbol bzw. „Bewertung melden“).
  • Wählen Sie den passenden Meldegrund aus (z. B. „Falsche Tatsachenbehauptung“, „Bewerter war kein Mitarbeiter“).
  • Beschreiben Sie den Sachverhalt möglichst konkret und sachlich.

Kununu prüft die gemeldete Bewertung intern. Der Bewerter wird in der Regel kontaktiert und aufgefordert, die Bewertung gegebenenfalls anzupassen oder seine Identität nachzuweisen. Dieser Prozess kann einige Tage bis mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Schritt 3: Stellungnahme an Kununu einreichen

Wenn die einfache Meldung nicht zum Erfolg führt, können Sie eine detaillierte schriftliche Stellungnahme an Kununu senden. Diese sollte folgende Punkte enthalten:

  • Konkrete Benennung der beanstandeten Passagen in der Bewertung
  • Rechtliche Begründung, warum die Aussagen rechtswidrig sind (z. B. nachweislich falsche Tatsachenbehauptung)
  • Beweismittel in Form von Dokumenten, die Ihre Position stützen
  • Verweis auf die Prüfpflicht der Plattform gemäß der BGH-Rechtsprechung

Senden Sie die Stellungnahme per E-Mail an den Kununu-Support. Setzen Sie dabei eine angemessene Frist zur Beantwortung — in der Regel 14 Tage.

Schritt 4: Anwaltliche Hilfe bei Ablehnung

Lehnt Kununu Ihre Meldung ab oder reagiert nicht innerhalb der gesetzten Frist, ist die Einschaltung eines spezialisierten Anwalts für IT-Recht oder Medienrecht der nächste Schritt. Ein Fachanwalt kann:

  • Eine anwaltliche Abmahnung an Kununu verfassen
  • Einen Antrag auf einstweilige Verfügung beim zuständigen Gericht stellen
  • Die Identität des Bewerters im Rahmen eines Auskunftsanspruchs ermitteln lassen (mehr dazu in unserem Artikel Kununu Bewertung Verfasser ermitteln)
  • Ggf. Schadensersatzansprüche gegen den Verfasser geltend machen

[alertbox warning]Wichtig: Handeln Sie zeitnah. Für einstweilige Verfügungen gilt im Wettbewerbsrecht eine Dringlichkeitsfrist. Je länger Sie warten, desto schwieriger wird es, im Eilverfahren vorzugehen.[/alertbox]

Fake-Bewertungen auf Kununu erkennen

Ein besonders ärgerliches Phänomen sind Fake-Bewertungen — also Bewertungen, die nicht auf echten Erfahrungen basieren. Sie werden beispielsweise von Ex-Mitarbeitern mit persönlichem Groll, von Wettbewerbern oder sogar von bezahlten Dienstleistern verfasst. Für Unternehmen ist es entscheidend, solche Fälschungen frühzeitig zu erkennen.

Typische Merkmale von Fake-Bewertungen

Anhand dieser Indikatoren können Sie verdächtige Bewertungen identifizieren:

  • Keine konkreten Details: Fake-Bewertungen bleiben oft vage und allgemein. Es fehlen spezifische Beschreibungen von Arbeitsabläufen, Projekten oder Teamstrukturen.
  • Extrem einseitige Darstellung: Wenn eine Bewertung ausschliesslich aus negativen Superlativen besteht („alles schlecht“, „absolut unmöglich“), ohne konkrete Beispiele zu nennen, ist Vorsicht geboten.
  • Widersprüchliche Angaben: Der Bewerter gibt eine Abteilung oder Position an, die es im Unternehmen gar nicht gibt, oder beschreibt Abläufe, die nicht der Realität entsprechen.
  • Auffälliger Schreibstil: Wenn der Bewertungstext stark nach Marketingsprache klingt oder offensichtlich von jemandem verfasst wurde, der das Unternehmen nicht von innen kennt.

Auffällige Muster erkennen

Neben einzelnen Fake-Bewertungen gibt es auch koordinierte Aktionen, die Sie an diesen Mustern erkennen:

  • Zeitliche Häufung: Mehrere negative Bewertungen innerhalb weniger Tage deuten auf eine koordinierte Aktion hin — etwa nach einer Kündigungswelle oder einem Konflikt mit einem ehemaligen Mitarbeiter.
  • Ähnlicher Wortlaut: Wenn mehrere Bewertungen fast identische Formulierungen verwenden, stammen sie möglicherweise von derselben Person mit mehreren Accounts.
  • Unverhältnismäßig niedrige Bewertungen: Wenn einzelne Bewertungen stark vom Gesamtdurchschnitt abweichen und keine nachvollziehbare Begründung liefern.
  • Profile ohne weitere Aktivität: Bewerterprofile, die nur für eine einzige negative Bewertung erstellt wurden, sind häufig Fake-Accounts.

Was Unternehmen gegen Fake-Bewertungen tun können

Wenn Sie den Verdacht haben, dass eine Fake-Bewertung vorliegt, sollten Sie diese bei Kununu melden und dabei konkret darlegen, warum Sie von einer Fälschung ausgehen. Kununu kann den Bewerter dann auffordern, seine Identität und sein Arbeitsverhältnis nachzuweisen. Gelingt dieser Nachweis nicht, wird die Bewertung in der Regel entfernt.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, ein systematisches Bewertungsmonitoring einzurichten. Überwachen Sie Ihre Kununu-Bewertungen regelmäßig und reagieren Sie zeitnah auf auffällige Einträge. Je schneller Sie handeln, desto besser stehen Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Löschung.

Deutsches Recht vs. Kununu-Richtlinien

Die rechtliche Beurteilung von Kununu-Bewertungen bewegt sich im Spannungsfeld zwischen der Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) und dem Persönlichkeitsrecht des Unternehmens bzw. seiner Vertreter. Für Arbeitgeber ist es wichtig, sowohl die Kununu-eigenen Richtlinien als auch die übergeordnete Rechtsprechung zu kennen.

Wichtige BGH-Urteile zu Arbeitgeber-Bewertungen

Der Bundesgerichtshof hat in mehreren Grundsatzentscheidungen die Rahmenbedingungen für Arbeitgeber-Bewertungen konkretisiert:

  • Prüfpflichten der Plattform: Der BGH hat klargestellt, dass Bewertungsportale wie Kununu nach einem konkreten Hinweis auf eine rechtswidrige Bewertung verpflichtet sind, den Sachverhalt zu prüfen. Dies umfasst die Aufforderung an den Bewerter, seine Aussagen zu belegen (sogenannte Störerhaftung).
  • Bewertung ohne Arbeitsverhältnis: Bewertungen von Personen, die nie für das Unternehmen gearbeitet haben, sind unzulässig. Das Bewertungsportal muss auf Verlangen des Arbeitgebers prüfen, ob ein Arbeitsverhältnis bestanden hat.
  • Abwägung im Einzelfall: Bei der Frage, ob eine Bewertung zu löschen ist, findet stets eine Abwägung zwischen Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsrecht statt. Pauschale Löschansprüche ohne konkreten Rechtsverstoß haben vor Gericht keinen Bestand.

Meinungsfreiheit vs. Persönlichkeitsrecht

Die Meinungsfreiheit schützt auch scharfe und überspitzte Kritik an einem Arbeitgeber. Ein Mitarbeiter darf seine subjektiven Erfahrungen schildern und Wertungen abgeben — solange er dabei keine unwahren Tatsachen behauptet und keine Personen diffamiert. Die Grenze ist dort erreicht, wo die sachliche Auseinandersetzung endet und die reine Herabsetzung beginnt.

Für Arbeitgeber bedeutet das: Nicht jede negative Bewertung lässt sich löschen. Aber dort, wo nachweislich Unwahrheiten verbreitet oder Persönlichkeitsrechte verletzt werden, haben Sie einen durchsetzbaren Anspruch auf Löschung.

Die Frage der Anonymität

Kununu-Bewertungen werden anonym veröffentlicht. Diese Anonymität ist grundsätzlich rechtlich zulässig, wie auch unser Artikel zu anonymen Bewertungen und ihrer Zulässigkeit ausführlich erläutert. Allerdings kann ein Gericht Kununu im Rahmen eines Auskunftsanspruchs dazu verpflichten, die Identität eines Bewerters offenzulegen — insbesondere wenn ein schwerwiegender Rechtsverstoß vorliegt. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Beitrag Kununu Bewertung Verfasser ermitteln.

Auf Kununu-Bewertungen reagieren — Dos and Don’ts

Nicht jede negative Bewertung muss (oder kann) gelöscht werden. Oft ist eine professionelle Reaktion sogar wirkungsvoller als eine Löschung. Potenzielle Bewerber schätzen es, wenn Arbeitgeber souverän mit Kritik umgehen.

Die Kommentarfunktion richtig nutzen

Als Arbeitgeber können Sie auf jede Kununu-Bewertung öffentlich antworten. Nutzen Sie diese Möglichkeit strategisch:

  • Bedanken Sie sich für Feedback — auch bei kritischen Bewertungen zeigt das Souveränität.
  • Gehen Sie konkret auf Kritikpunkte ein und schildern Sie, welche Massnahmen Sie ergreifen.
  • Bieten Sie das persönliche Gespräch an — das signalisiert Dialogbereitschaft.
  • Bleiben Sie sachlich und professionell — Ihre Antwort lesen auch alle zukünftigen Bewerber.

Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Emotionale Reaktionen: Antworten Sie niemals im Affekt. Wütende oder sarkastische Kommentare schaden Ihrem Image mehr als die ursprüngliche Bewertung.
  • Identität des Bewerters öffentlich spekulieren: Äussern Sie niemals öffentlich Vermutungen darüber, wer die Bewertung geschrieben haben könnte. Das kann rechtliche Konsequenzen für Sie haben.
  • Pauschales Leugnen: Weisen Sie Kritik nicht pauschal zurück mit Aussagen wie „Das stimmt alles nicht“. Gehen Sie stattdessen differenziert auf die einzelnen Punkte ein.
  • Ignorieren: Unbeantwortete negative Bewertungen wirken auf Bewerber so, als würde dem Unternehmen das Feedback seiner Mitarbeiter egal sein.
  • Drohungen: Drohen Sie dem Bewerter niemals öffentlich mit rechtlichen Schritten. Das wirkt unprofessionell und abschreckend auf potenzielle Kandidaten.

[alertbox tip]Profi-Tipp: Erstellen Sie Antwort-Templates für verschiedene Arten von Kritik. So können Sie zeitnah und professionell reagieren, ohne jedes Mal bei Null zu beginnen. Passen Sie die Templates aber immer individuell an die jeweilige Bewertung an.[/alertbox]

Kununu-Profil optimieren und Bewertungsdurchschnitt verbessern

Neben der Löschung rechtswidriger Bewertungen gibt es einen weiteren, nachhaltigen Ansatz: die aktive Verbesserung Ihres Kununu-Profils. Ein stärkerer Gesamtdurchschnitt relativiert einzelne negative Bewertungen und macht Ihr Unternehmen für Bewerber attraktiver.

Aktiv Bewertungen von zufriedenen Mitarbeitern sammeln

Die meisten zufriedenen Mitarbeiter bewerten ihren Arbeitgeber nicht von sich aus — sie müssen aktiv dazu motiviert werden:

  • Bewertungskampagnen starten: Bitten Sie zufriedene Mitarbeiter regelmäßig darum, eine ehrliche Bewertung auf Kununu abzugeben. Betonen Sie dabei, dass es um authentisches Feedback geht — nicht um „gekaufte“ Fünf-Sterne-Bewertungen.
  • Onboarding und Offboarding nutzen: Integrieren Sie die Bitte um eine Kununu-Bewertung in Ihre HR-Prozesse. Besonders beim Offboarding zufriedener Mitarbeiter kann das sehr wirkungsvoll sein.
  • Interne Events nutzen: Nach erfolgreichen Teamevents, Gehaltsrunden oder Beförderungen ist die Zufriedenheit besonders hoch — ein guter Zeitpunkt für eine Bewertungsbitte.

Wichtig: Kaufen Sie niemals gefälschte positive Bewertungen. Das verstößt nicht nur gegen die Kununu-Richtlinien, sondern kann auch wettbewerbsrechtliche Konsequenzen haben. Authentizität ist der Schlüssel.

Ihr Arbeitgeberprofil professionell pflegen

Ein vollständiges und ansprechendes Kununu-Profil stärkt Ihre Arbeitgebermarke:

  • Unternehmensbeschreibung aktualisieren: Stellen Sie Ihre Unternehmenskultur, Benefits und Karrierechancen authentisch dar.
  • Fotos und Videos hinzufügen: Zeigen Sie Ihren Arbeitsplatz, Teamevents und die Menschen hinter dem Unternehmen.
  • Benefits und Gehälter transparent machen: Je mehr relevante Informationen Sie bereitstellen, desto professioneller wirkt Ihr Profil.
  • Regelmäßig aktualisieren: Ein veraltetes Profil signalisiert Desinteresse. Halten Sie Ihre Angaben stets aktuell.

Häufige Fragen zu Kununu Bewertungen löschen

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[accordion-item title=“Kann ich jede negative Kununu-Bewertung löschen lassen?“]

Nein. Nur rechtswidrige Bewertungen können gelöscht werden — also Bewertungen mit falschen Tatsachenbehauptungen, Schmähkritik, Beleidigungen oder von Personen, die nie für Ihr Unternehmen gearbeitet haben. Subjektive Meinungsäußerungen und zulässige Kritik sind durch die Meinungsfreiheit geschützt.

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[accordion-item title=“Wie lange dauert es, bis Kununu eine Bewertung löscht?“]

Der Prüfungsprozess bei Kununu dauert in der Regel zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen. Wenn Kununu den Bewerter kontaktieren und eine Stellungnahme einholen muss, kann es auch länger dauern. Bei gerichtlichen Verfahren müssen Sie mit mehreren Monaten rechnen.

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[accordion-item title=“Was kostet es, eine Kununu-Bewertung anwaltlich löschen zu lassen?“]

Die Kosten hängen vom Umfang des Falls ab. Eine anwaltliche Abmahnung kostet in der Regel zwischen 500 und 1.500 Euro. Kommt es zu einem gerichtlichen Verfahren, müssen Sie mit Kosten zwischen 2.000 und 5.000 Euro rechnen — bei komplexen Fällen auch mehr. Viele spezialisierte Kanzleien bieten eine kostenlose Ersteinschätzung an.

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[accordion-item title=“Kann Kununu gezwungen werden, die Identität des Bewerters preiszugeben?“]

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Wenn ein schwerwiegender Rechtsverstoß vorliegt, kann ein Gericht Kununu im Rahmen eines Auskunftsanspruchs verpflichten, die dem Unternehmen bekannten Daten des Bewerters herauszugeben. In der Praxis beschränkt sich das meist auf die bei der Registrierung hinterlegte E-Mail-Adresse und die IP-Adresse. Weitere Details dazu finden Sie in unserem Beitrag Kununu Bewertung Verfasser ermitteln.

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[accordion-item title=“Darf mein Unternehmen Mitarbeiter auffordern, positive Bewertungen zu schreiben?“]

Ja, Sie dürfen Mitarbeiter bitten, eine ehrliche Bewertung abzugeben. Sie dürfen allerdings nicht vorgeben, was die Mitarbeiter schreiben sollen, und Sie dürfen keine Anreize wie Prämien oder sonstige Vergünstigungen dafür anbieten. Authentische Bewertungen sind erlaubt und erwünscht.

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[accordion-item title=“Was passiert, wenn ich eine Bewertung melde und Kununu sie nicht löscht?“]

Wenn Kununu Ihre Meldung ablehnt, haben Sie die Möglichkeit, über einen Anwalt eine formale Abmahnung an Kununu zu senden. Bleibt auch dies erfolglos, können Sie eine einstweilige Verfügung beim zuständigen Gericht beantragen. Das Gericht entscheidet dann, ob die Bewertung rechtswidrig ist und gelöscht werden muss.

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[accordion-item title=“Hilft ein Kununu Employer Branding Profil bei der Löschung von Bewertungen?“]

Ein kostenpflichtiges Employer Branding Profil auf Kununu gibt Ihnen zusätzliche Möglichkeiten zur Profilgestaltung, erleichtert aber nicht die Löschung von Bewertungen. Die Prüfung gemeldeter Bewertungen erfolgt nach den gleichen Kriterien, unabhängig davon, ob Sie ein kostenloses oder ein kostenpflichtiges Profil nutzen.

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Fazit

Unfaire oder rechtswidrige Kununu-Bewertungen müssen Sie als Arbeitgeber nicht hinnehmen. Das deutsche Recht bietet Ihnen wirksame Instrumente, um gegen falsche Tatsachenbehauptungen, Schmähkritik und Fake-Bewertungen vorzugehen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einem strukturierten Vorgehen: Bewertung sorgfältig analysieren, Beweise sichern, über die Plattform melden und bei Bedarf anwaltliche Hilfe einschalten.

Gleichzeitig sollten Sie das Thema Kununu-Bewertungen nicht nur defensiv betrachten. Ein proaktives Bewertungsmanagement — mit einem gepflegten Arbeitgeberprofil, regelmäßigen Antworten auf Bewertungen und der aktiven Motivation zufriedener Mitarbeiter — ist der nachhaltigste Schutz gegen einzelne negative Stimmen. Denn am Ende zählt nicht die einzelne schlechte Bewertung, sondern das Gesamtbild, das Ihr Unternehmen auf Kununu abgibt.

Wenn Sie Unterstützung bei der Löschung einer konkreten Kununu-Bewertung benötigen oder sich über Ihre rechtlichen Möglichkeiten informieren möchten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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